Und falls du in Zukunft die Bodenhaftung verlieren solltest?!
Ich komme Dich holen......versprochen!!
Deal!
Das wird aber nicht passieren, mich holen kommen kannste aber trotzdem.
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Und falls du in Zukunft die Bodenhaftung verlieren solltest?!
Ich komme Dich holen......versprochen!!
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Das wird aber nicht passieren, mich holen kommen kannste aber trotzdem.
So, jetzt habt Ihr den Salat!!!
Und ich kann es kaum glauben!
Ihr wisst, ich habe in den letzten Monaten - eigentlich in den letzten Jahren - hier immer wieder einmal eine Geschichte eingestellt. Oft mit Motorradbezug, manchmal auch ohne. Ihr hattet immer ordentlich Feedback gegeben! Ihr wisst, im letzten Jahr hatte ich einen überaus schweren Unfall mit meiner TFC. Die Rocket Totalschaden und ich im übrigen auch. Es gelang mir irgendwie, mich ins Leben zurückzukämpfen. Jetzt fahre ich wieder meine Motorräder und seit Monaten steht wieder eine Rocket EK im Stall. Außerdem bin ich seit August im Ruhestand.
Ich habe die Zeit, also die letzten Monate, genutzt, um das jüngst Erlebte, aber auch das längst Vergangene, fast schon verschütt Geglaubte wieder auszupacken und nebenbei ein paar aktuellere Geschichten zu schreiben, von denen ich meine, das sie das Leben ausmachen….Die Geschichten sind ganz überwiegend wahr, selten erfunden, manchmal ein wenig hinzu gedichtet, der Kern aber, das Lebensgefühl ist zu 100% authentisch.
Nun, kurz gesagt, ich habe aus alledem ein Buch gemacht. Und…ich habe einen Verlag gefunden, der viel Vertrauen in mich setzt und jetzt das Buch tatsächlich veröffentlicht hat. Eigentlich hatten sich sogar drei Verlage bei mir zurückgemeldet mit der Absicht auf eine Veröffentlichung. Seit heute, also seit ein paar Stunden, ist das Buch nun vom Gabriele Schäfer Verlag auf deren Homepage eingestellt. Den Link habe ich weiter unten eingestellt.
Natürlich hoffe ich auf eine möglichst breite Leserschaft!!!
Schließlich schreibe ich, um die Menschen zu erreichen und das Erlebte, das voll ist von Skurilitäten und Absurditäten, zu erzählen. Das Buch handelt in Form von aufeinander aufbauenden Kurzgeschichten (manche nennen es gar „Roman“) vom Leben, vom Motorradfahren (mit ausgesprochener Affinität zur Marke Triumph), von der oft absurden Arbeitswelt des öffentlichen Dienstes und vom Versuch, das Leben mit all seinen Tiefen und Höhen zu bewältigen. Es wäre schön, wenn Ihr Euch davon selbst ein Bild machen möchtet. Die Verdienstmöglichkeiten sind übrigens ausgesprochen gering, nicht dass Ihr glaubt, eine Veröffentlichung zieht automatisch die Erwirtschaftung eines Vermögens nach sich. Ich heiße ja nicht Boris Becker, wofür ich eigentlich recht dankbar bin. Der Verkauf einer Triumph - Lederjacke würde mir mehr einbringen, aber das kommt natürlich nicht in Frage!
Ich will - in dieser meiner eigenen Sache - aber auch Danke sagen! Ihr wart in der schwierigsten Zeit meines Lebens (Unfall) eine Stütze (das meine ich ganz ohne Pathos, sondern so wie es ist!) und für die diversen Geschichten, die ich hier gepostet hatte, sage ich danke für Eure Inspiration, ohne die es meinen Versuch, irgend etwas halbwegs Brauchbares zu Papier zu bringen, gar nicht gegeben hätte! Danke also!
In naher Zukunft will ich Visitenkarten drucken lassen und damit die Republik eindecken :-) und einiges mehr. Mal sehen. Sogar für eine Lesung wurde ich angefragt, das scheint mir jetzt doch ein wenig übertrieben, aber mal sehen, wohin dieses Abenteuer führt. Ach ja, ich habe nicht meinen eigenen Namen benutzt, sondern ein Pseudonym, Hugo Chaves. Warum? Ich bin in der Region recht bekannt und ich will keine „hohen“ Verkaufszahlen wegen meines Bekanntheitsgrades, sondern wegen meiner Geschichten. Daher taucht mein bürgerlicher Name nirgends auf.
So: Hier ist der Link, bzw. Der Weg zum Buch:
LG, Euer British
Ich hab immer nen Nierengurt an, egal wie warm es ist. Hatte mal Nierensteine, das möchte ich nicht nochmals durchmachen. Und Muskulaturtraining mache ich 2x die Woche nenn ganzen Tag sowieso... weils mir guttut. Und es ist nicht eine Rippe, es sind faktisch alle Rippenbögen, vom Brustbein (solarplexus) etwa 7 cm nach aussen. Und es muss mit der Temperatur zusammenhängen, denn beim skifahren ists dasgleiche.
Vielleicht bin ich ja ein Konstruktionsfehler...
Aha!!!!
Da haben wir den Ursprung allen Übels:
Von Skistöcken war bisher nicht die Rede! Es liegt am Skifahren, klarer Fall! Das solltest Du sein lassen. ![]()
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Hat jemand schon von R Lenker auf GT umgebaut, wenn ja wo liegt das Preislich
Hi, ich habe mal gecheckt, was es bedeuten würde, um der R den Lenker der TFC zu verpassen. Zwar eine andere Nummer, aber zur Information, was alles getan werden muss, bzw. Erforderlich sein könnte. Also: Andere Leitungen, andere Kabel, Lenkererhöhung (der TFC-Lenker ist flacher und ohne Erhöhung würde er den Tank touchieren), Kosten für den Lenker und Lohnkosten. Kosten überschlägig: 1.200 €. Bei der Umrüstung, wie von Dir angedacht, brauchst Du möglicherweise keine Lenkererhöhung, die anderen Kosten aber dürften anfallen.
Möglicherweise wirst Du auch etwas bei den Fußrasten machen müssen, denn mit einem anders gekröpften Lenker wird sich auch die Ergonomie ein wenig ändern.
Das ist neben den recht hohen Kosten auch ein Punkt, der mich vom Umbau abhält. Beim TFC Lenker sitze ich recht weit nach vorne gebeugt. Das muss aber irgendwie einher gehen mit Kniewinkel, Lage der Fußrasten usw. Da habe ich so meine (leichten) Bedenken.
So isses Charly. So mache ich es auch, seit Jahren, eigentlich schon immer. Mein Motorradkleiderschrank ist also voll mit allen möglichen Thermo-Hemden und -Hosen. Kein High-Tech, aber vernünftiges atmungsaktives Zeugs, das noch nicht einmal viel Geld kostet.
Und, ääääh Anubis: Es könnte ja auch eine orthopädische Geschichte sein, jedenfalls klingt es so. Deshalb sorry, wenn ich da etwas direkt bin. Denn dagegen mag es Hilfe geben. Aufbau der Rücken- und Brustmuskulatur und so weiter.
VG, British
In der Zeitschrift Custombike gab oder gibt es eine Rubrik die heißt "Frau Reuters Praxistest". Vielleicht kenn das ja jemand?!
Ich hab den Schreiber geliebt.
Wenn ich es nicht wüsste, würde ich sagen das du der Schreiber von Frau Reuters bist.
Hallo Dirk, danke, aber zu viel der Ehre!, Der bin ich natürlich nicht, also der Mensch, der Frau Reuters schreibt. Ich habe gerade zum ersten Mal die Rubrik gelesen. Schreibt echt gut und gefällt mir vom Stil her. Es gab übrigens bis vor kurzem noch eine Zeitschrift mit Namen „Fuel“, ein Ableger der „Motorrad“. Da wurde auch jeder Test eines welchen Motorrades auch immer als episches Abenteuer mit viel Witz und Charme dargestellt. Leider ist die Zeitung mangels Finanzierbarkeit eingestellt worden.
VG, Rainer
Danke, Leute!
Regenfahrt nach Mordor
Letzten Donnerstag war’s endlich so weit. Nach gefühlten sechs Wochen Dauerregen, in denen selbst Frösche Schwimmhäute zwischen den Zehen entwickelt hätten, hielt ich es nicht mehr aus. Ich musste raus. Motorradfahren, egal wie. Also rauf auf die Rocket – mit dieser Mischung aus Ungeduld und Größenwahn, die man nur entwickelt, wenn man zu lange nüchtern geblieben ist. Und mit nüchtern meine ich: kein Benzin im Blut, kein Asphalt unter’m Hintern. Dass die WetterApp für den Folgetag trockenes Wetter angekündigt hatte, interessierte mich zwar, aber Vorhersagen sind eben nur Vorhersagen. 50 Prozent Regenwahrscheinlichkeit fürs Rheinland waren eben auch nur 50 Prozent. Also los!
Kaum aus der Garage raus, fing’s natürlich an zu regnen. Logisch. Mutter Natur hat da ja so ein ganz feines Gespür für Timing. Die hat bestimmt irgendwo im Wetteramt einen Knopf mit der Aufschrift „Rainer startet jetzt – Regen an“. Fünfzehn Minuten später war ich nass wie ein Biber, aber glücklich wie einer, der gerade vergessen hat, dass er eigentlich schon zu alt für so’n Mist, also für Regenfahrten, ist.
Das Ziel: Eine der östlichsten Kommunen im Rhein-Sieg Kreis. Oder, wie wir Eingeweihten sagen: Das Mordor des Siegtals. Ein Ort, an dem Motorradfahrer nicht etwa als Gäste, sondern als potenzielle Weltuntergangsverursacher betrachtet werden. Wenn du da mit laufendem Motor durchrollst, gucken die Einheimischen, als hättest du gerade den Louvre in Brand gesetzt. Da steht dann einer mit dem Gartenschlauch und zischt dir „böse Lärmsünder!“ hinterher, während sein eigener Rasenmäher brüllt wie ein Düsentriebwerk. Schilder in den Vorgärten mit Aufdrucken wie „Motorradfahrer - nein danke“, wie früher die Anti-Atomkraft Fanale. Streckensperrungen, riesige Plakate mit Aufschriften wie etwa „ich bin ein leiser Biker“ (mit einem attraktiven weiblichen Fotomodell als Werbeträger. Ein faltenfreies Gesicht, das Fahrtwind allenfalls vom Oberdeck der AIDA gewohnt ist) oder „unsere Gemeinde…zu schön um schnell zu fahren…“ usw. Tja, wenn man sich hier nicht willkommen fühlt, dann wo dann. Im Regen geht´s aber, da ist nicht viel Volk unterwegs.
Ok – wer sich dort blicken lässt, weiß, worauf er sich einlässt. Ich hatte ohnehin nicht vor, Freunde zu finden. Nur den Regen zu verfluchen und mich selbst gleich mit. Gandalf hätte hier eine deutlich größere Aufgabe, als die Vernichtung von Sauron.
Nach einer Weile bog ich über Waldbröhl und Ruppichteroth ab nach Much, der freundlichere Bruder von Mordor. Hier wird man als Motorradfahrer wenigstens noch nicht als Staatsfeind Nr. 1 behandelt – höchstens als leicht gestörter Exot mit Hang zur Selbstbestrafung. Also ab zur Tankstelle meines Vertrauens: Die Aral-Tankstelle mit Sitzmöglichkeit an diesem doppelten Kreisverkehr. Kennt hier jeder. Cappuccino, Zigarette, nasse Klamotten. Ein Look zwischen “halb ertrunkener Seemann” und “gescheiterter Actionheld”.
Da stand ich also, tropfte dekorativ vor mich hin, inhalierte Nikotin und schaute den vorbeifahrenden Autos zu, als plötzlich ein tiefergelegter Cupra auftauchte. Tiefergelegt wie das Niveau seiner Fahrweise. Er hatte mich kurz zuvor auf der Landstraße fast von der Straße gedrängt – vermutlich aus der irrigen Annahme heraus, dass mein Motorrad ein Dekoartikel ist. Zumindest in dieser Hinsicht war er nicht ganz im Unrecht, denn eine Rocket ist nun einmal eine…..na, Ihr wisst schon. Mir war es gelungen, gelassen weiter zu fahren, er hingegen schimpfte wie ein Rohrspatz. Ein Typ steigt aus, seine Musikboxen auf Anschlag, VoKuHiLa Frisur, von der ich annahm, dass Frisöre längst diesen gepflegtesten aller Haarschnitte verlernt hatten, aggressiver Blick, selbstgefälliges Grinsen, so kam er ziemlich schnell auf mich zu – der Typ war der fleischgewordene Beweis, dass Darwin manchmal einfach aufgibt.
Ich sagte nichts. Ich wollte einfach nur meinen Cappuccino austrinken und die Welt ignorieren. Aber er musste natürlich was sagen. Irgendwas zwischen „Du hast mich geschnitten!“ und „Mein Auto ist mehr wert als dein Leben!“ – schwer zu sagen bei dem Dialekt, aber die Botschaft war klar: Testosteron auf Abwegen. So baute er sich vor mir auf. Allein war er nicht, denn sein Zwillingsbruder postierte sich neben dem Wagen. Seine Schimpfkanonade war nicht zu überhören. Die Bezeichnung Schimpfwörter trifft es bei weitem nicht. Und mein Vokabular in Sachen Beleidigungsrhetorik hätte sich deutlich verbessert, wenn ich denn mitgeschrieben hätte.
Ich atmete tief durch – oder so tief, wie man das kann, wenn man klatschnass ist und allmählich beginnt, leicht wütend zu werden – und überlegte gerade, ob ich mich mit Worten oder einfach durch Nichtbeachtung verteidige, als aus dem Nichts zwei Harleyfahrer auftauchten. Richtig breite Kaliber. Jeder Oberarm ein Wandteppich aus Drachen, Totenköpfen und schlecht gelaunten Engeln. Die Sorte Männer, bei der man nicht weiß, ob sie gerade von einer Rockertaufe kommen oder auf dem Weg zu einem Poesieabend sind. Aber auch solche, die einen normalerweise nicht beachten, was nicht unbedingt verkehrt sein muss.
Die beiden hatten die Szene (beide Szenen, das geschnitten werden und der Auftritt an der Tanke) offenbar beobachtet und beschlossen, dass sie heute ein bisschen Gerechtigkeit in die Welt bringen wollten. Der Cupra-Fahrer, der eben noch großspurig mit mir diskutieren wollte, wurde plötzlich sehr kleinlaut. Ich sah, wie seine Schultern schrumpften, während die Harleys wie Richterstühle neben ihm parkten.
„Probleme?“ fragte der eine mit einer Stimme, die klang, als käme sie direkt aus dem Auspuff.
Der Cupra-Fahrer stotterte irgendwas von Missverständnis, Witterungsverhältnissen, Aquaplaning – kurz: von seiner eigenen Schuld. Dann stieg er mit seinem Kumpel ein und fuhr davon, so schnell, wie ein tiefergelegter Kleinwagen eben beschleunigen kann.
Ich nickte meinen beiden Rettern dankbar zu. Der eine zog nur an seiner Zigarette, der andere grinste. „Junge, du siehst aus wie ’ne ertrunkene Katze.“
Ich war eher sprachlos, murmelte aber noch ein eingeschüchtert wirkendes Dankeschön. Sie lachten, starteten ihre Harleys, und das sonore Donnern ihrer Motoren war wie Balsam auf meine beleidigte Seele. Ein bisschen Lärm gegen die Welt, das tut manchmal einfach gut, und ein bisschen was gegen meine Vorurteile, auch wenn ich meine, eher vorurteilsfrei durch die Gegend zu rauschen Ich trank meinen Cappuccino aus, der inzwischen nach nasser Pappe schmeckte, und dachte: Es war eine gute Ausfahrt. Nass, absurd und voller kleiner Lehrstücke über menschliches Verhalten.
Die eine Kommune hasst uns, Much toleriert uns, und irgendwo dazwischen fährt man durch den Regen und fragt sich, ob Motorradfahren nicht doch eher eine Form von Therapie ist. Eine, die keine Ergebnisse liefert – aber wenigstens Stil hat. Und ja, vielleicht war’s dumm, bei dem Wetter rauszufahren. Aber nichts heilt die Seele besser als eine Fahrt durch den Regen, auch wenn man sich völlig zu recht fragt, ob der liebe Gott vielleicht auch Motorrad fährt – nur mit besserem Grip.
Gruß, British
Einfach Geschirrspülmittel Lappen und Wasser fertig
So isses!!! Geht schnell und ist wirksamer als irgendwelche teuren Produkte aus dem „Insektenlarven-Entfern-Versand-Geschäft“ mit Sitz in Gibraltar.
Hi, hast Du denn auch eine Baugenehmigung für das Teil? Ich meine nicht das Haus! Nach §6 der LBauO BBurg bedürfen Anbauten mit einer Tiefe von 3 Metern einer Baugenehmigung und der Zustimmung des Nachbarn, vor allem dann wenn das Fahrzeug länger als 3 Monate nicht bewegt wird!
Gruß, british
PS: Bitte entschuldige, ich wollte mich nicht lustig machen, nur den Gedanken niederschreiben, der mir als erstes durch den Kopf ging! Schönes Teil hast Du da, und auch einen schönen Cotton! Und Eisenhüttenstadt ist ohnehin ein nettes Fleckchen
Hallo zusammen, das muss ich jetzt mal unterschreiben…
Meine Tage im Büro sind derzeit - wie immer eigentlich - echt nervig. Termine über Termine, jeder will irgendwas, die Politik, die blöde OB aus Bonn, die üblichen Empörer (das sind die, die ständig auf der Lauer liegen, in der Hoffnung, sich über irgendwas empören zu können, der volle Mülleimer, das Ästlein, das auf der Straße liegt, usw.) Dann noch mein Bürgermeister, der sich jetzt schon die nächste Wahl sichern will und meint, ich soll ihm zum nächsten Pressephoto verhelfen, übersieht dabei aber den Mittelfinger meiner linken Hand. In Hangelar ist eine Mülltonne umgekippt und dieser braune Lump wagte es doch tatsächlich, halb auf die Straße zu rollen, so dass plötzlich einem Megastau gleichend vier Autos hintereinander stehen bleiben mussten. Dazu eine Presseanfrage natürlich, die beantwortet werden möchte. Mittags reicht es dann gerade so für ein belegtes Brötchen vom Vortag. Und zu allem Überfluss abends noch irgendeine überflüssige Sitzung. Und das alles bei schönstem Moppedwetter.
Also bitte eine ordentliche Ladung Mitleid für mich.
Gestern Abend kam ich immerhin dazu, ein bisschen Fußball zu gucken, was ich gerade jetzt im Moment offensichtlich nicht tue. Ich dachte also, na ja, so rein aus Vorsicht und prophylaktisch könnte ich mich ja betrinken, wer weiß, was der Abend noch bringt. Während der zweiten Flasche Bier dachte ich, ich könnte ja mal gaaaaanz früh aufstehen und vor dem zu erwartenden Fiasko des Folgetages eine Runde Mopped fahren. Schon während der dritten Flasche - es waren nur 0,333 Liter Flaschen, keine Sorge also - wurde ich mir immer sicherer, dass ich meinem ach so üblen Schicksal tatsächlich ein Schnippchen schlagen würde und den Tag auf dem Bock beginnen würde. Wettervorhersage absolut ok, also ab ins Bett und….
…den Wecker auf 3.30 Uhr gestellt! Richtig 3.30 Uhr! Der frühe Vogel halt. Es war hart, als dieses Ding klingelte und meine Frau aufwachte und schlaftrunken fragte, warum der Rauchmelder angegangen sei. Ignorieren, dachte ich, und quälte mich aus dem Bett. Meine Frau schlief weiter und irgendwie schaffte ich es ins Badezimmer. Stockduster war es draußen und - Ihr kennt das - schon dachte ich an mein warmes Bett, die sanften Rundungen meiner Frau und was denn überhaupt in mich gefahren ist. Na ja, dachte ich (wobei „denken“ kein angemessener Ausdruck für meinen Geisteszustand von heute morgen ist), den schalen Biergeschmack im Mund schnell mal mit Zähneputzen beseitigen. Das immerhin half mir aus dem Schlafkoma heraus.
Meine Haushaltshilfe Alexa wies ich an, ein bestimmtes Lied zu spielen. Kennt Ihr die Flaming Sideburns und deren Song „Lonesome Rain“? Die erste Strophe geht so:
I had to leave you Girl, Like a bullet Leaves the gun, Í´ll be Out, before the Morning comes. Just a few cigarettes and I leave…usw.
Na ja, jedenfalls zog ich mir schnell einen Kaffee rein, und dann war ich halbwegs wach. Rein in die Motorradklamotten und ab in die Garage. Schnell eine Zigarette, den Bock rausgeholt und ab ging´s. Es war noch stockduster und nichts rührte sich. Das erste ernst zu nehmende Geräusch war das Aufbauen der Benzinpumpe, als ich den Schalter umlegte. Starter betätigen und der Bock lief. Und dann im Dunkeln los. Kein Mensch auf der Straße…ein paar Bewegungsmelder gingen an, ich war allein unterwegs. Ich fuhr erst kurz auf die Bahn in Richtung Osten um in die Siegauen zu kommen, also genau Richtung Osten. Dort wurde es allmählich heller. Und der Himmel wurde Orange, als ich mitten in den Auen war. Nebel, ein paar Rehe, der eine oder andere Frühaufsteher auf ansonsten absolut leeren Straßen und immer weiter Richtung Osten ging es … immer die Sieg entlang. Das Licht, das Licht, der Nebel und ich mittendrin. Alleine. Herrlich, was für eine Fahrt, ich war total euphorisiert. Irgendwann eine Tankstelle, die schon geöffnet war, kurz vor Wissen glaube ich. Dort einen Capuccino getrunken, eine Zigarette geraucht und zugesehen, wir die Welt erwacht. Neben mir mein Bock, der genüßlich vor sich hinknisterte. Und es war erst kurz vor 6 Uhr. Keine Eile, kein Stress, ich bin allmählich wieder rauf auf den Bock und gemächlich, die aufgehende Sonne im Rücken, wieder zurück, andere Strecke, über die Hügel, ins Bröhltal und ein paar Schleichwege auf vertrautem Terrain. Gefroren habe ich wie ein Schneider, ich hätte mich auf Wetteronline wahrscheinlich nicht an den Höchsttemperaturen orientieren sollen, aber wer weiß denn schon sowas.
Etwa um 8.00 Uhr war ich wieder zu Hause … mit einer Tüte frischer Brötchen und einer ordentlichen Portion Endorphine, die mich über den Tag gebracht haben und die immer noch andauern. Meine Frau vermutete natürlich gleich eine Midlifecrisis Crisis, wobei ich ihr glaubhaft versicherte, dass ich dafür zu alt sei. Und eine Rocket morgens früh ab etwa 3.45 Uhr 4 Stunden zu bewegen, ist ja nun so was von normal. Das ist eher eine Therapie, die ich Leuten wie Putin,Orban und mittlerweile auch Habeck blind verschreiben würde. Aber auf mich hört ja keiner.
Also…der heutige Tag im Büro war ähnlich hektisch wie gestern, aber selten traf die Bezeichnung „auf einer Arschbacke absitzen“ so sehr zu wie heute. Selbst meine beste und engste Mitarbeiterin argwöhnte, ich hätte einen neuen Job, 1 Mio. im Lotto gewonnen oder so. Ich würde mich ja benehmen wie nach der gewonnenen Meisterschaft von Bayer Leverkusen.
Ich will jetzt ganz bestimmt nicht sagen, dass ich das jetzt jeden Morgen mache, aber jetzt echt: Getreu dem Motto „morgens ein Joint und der Tag ist dein Freund“ habe ich jetzt doch eine Methode entdeckt, dem Alltag mehr als nur ein Schnippchen zu schlagen, auch wenn mit steigendem Endorphinausstoß gleichzeitig der Argwohn meiner mich beobachtenden Mitmenschen wächst. Egal.
VG, Rainer
Alles anzeigenAh, die Sache wird konkreter.
Da sei mir erlaubt: ich kenne das Fahrzeug nicht, habe aber schon öfter mit dem VK zu tun gehabt und kann nur Gutes über ihn berichten.
Zum Fahrzeug: wenn sie Dir gefällt, dann hol sie Dir.
Warum?
Weil da quasi ALLES dabei ist - und was Du nicht magst, kannst Du jederzeit verbimmeln. Aus meiner Sicht aktuell die interessanteste TFC am Markt.
Thema Sitzposition: aus meiner Sicht die beste bei allen drei Modellen - diesbezüglich fehlt nur die Originalscheibe von der GT, dann hast Du die perfekte Kombi. Auch für lange Autobahnfahrten. Sie hat nichts mit "sportlich" zu tun - eher mit "Kilometerfressen". Die TFC kommt direkt hinter meinem Reis(e)dampfer, der Super Ténéré...
Thema Sound: die TFC klingt bassiger als die normalen Rockets.
Thema Herz: wie schon oben geschrieben wäre das die einzige am Markt, bei der ich mich wohl eher für die TFC entscheiden würde... ok, der seitliche Kennzeichenhalter ist furchtbar, aber den hat man fix demontiert...
Ich hatte die Maschine noch gar nicht im Netz gesehen….Aber was ich so lese….gefällt mir …. da bin ich voll bei Rockatansky., erst recht was das Verhältnis zwischen km-Leistung, Extras und Kaufpreis anbelangt. Entscheiden musst Du selber. Aber bedenke: Du kaufst kein fahrendes Sofa, Du kaufst einen Power-Cruiser, mit dem es sich ordentlich durch die Gegend jagen lässt. Völlig anderes Fahren…aber das wirst Du ja schon in Deine Überlegungen einbezogen haben.
Hallo,
ich bin ganz neu hier, mein Name ist Daniel, bin schon 50 🙈 und suche neben meiner 2001 Fatboy eine Rocket3 TFC. In Kleinanzeigen sind eine Handvoll drin mit Preisen um die 28k. Sind diese Preise gerechtfertigt? Da bekommt man zb schon die neue Storm. Finde die TFC halt richtig geil. Hab auch was gelesen die kostete neu 28k?
Gruß Daniel
Hallo Daniel. Die TFC kostete tatsächlich 28.000 €. Ich habe sie damals blind gekauft, obwohl zuerst sogar 35.000 € aufgerufen waren. Das heißt sie sollte maximal 35.000 € kosten. Ein endgültiger Preis stand damals noch gar nicht fest. Mich hatten aber schon die Fotos und die zu erwartenden technischen Details überzeugt - wohlgemerkt, ohne die Maschine zu kennen. Ich habe den Kauf nicht bereut, hätte aber auch mehr auf die Platte gelegt!!!! Technisch ist der Unterschied zu den - na, ich nenne sie mal - Serienmodellen gar nicht so groß. Die Ergonomie ist ein wenig anders, man sitzt etwas anders drauf und dann die Optik…die Optik finde ich immer noch überragend ( Rockatansky al. Peter hat ja eine Lste mit Unterschieden gepostet) Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob auch der Radstand ein wenig größer ist. Na ja, von den 20.000 km habe ich jedenfalls keinen bereut.
28.000 € sind natürlich immer noch viel, viel Geld. Wenn du aber anfängst, bspw. die neue GS nach den üblichen persönlichen Vorstellungen zu konfigurieren, kommst Du auch schon auf 30.000 €. Heutzutage werden einfach oft genug höhere Preise aufgerufen…außer, Du kaufst eine Monkey, und selbst die….
Wenn also eine TFC für 28.000 € angeboten wird und die Km-Leistung einigermaßen überschaubar ist (20.000 km halte ich persönlich für überschaubar), kann man da zuschlagen. Ich selbst habe mal überlegt, mir noch eine zweite zuzulegen, aber in der Garage stehen ein paar Mülltonnen im Weg und wenn ich in den Ruhestand drifte, sitzt die Kohle auch nicht mehr so locker.
Ach ja, ich hatte damals noch einen Koffersatz mit Tragesystem sowie eine Komfort-Sitzbank gekauft, ich war dann also bei….äh, etwa 29.000 €. Die Koffer muss ich mal dranschrauben, liegen noch unbenutzt bei mir rum.
Du kannst mich gerne mal anrufen, oder ich rufe Dich an, wenn Du noch Details wissen möchtest. Schreib mir einfach eine kurze PIN.
So, und jetzt trinke ich auf den Sieg von LEV in Rom noch ein Bier!
VG, Rainer
Wie sieht es denn mit Deiner Batterie aus? Noch die erste???
Wäre meine erste Vermutung wegen des kurzzeitig abgedunkelten Bildschirms beim Start. Spricht natürlich auch einige dagegen, aber eine schwache Batterie macht schon verrückte Sachen....
Danke für die Reaktionen und den Zuspruch, Leute! Seit dieser Aktion (war am letzten Samstag) habe ich auch wieder 300 km abgespult, es ist also nichts wesentliches kleben geblieben, aber vergessen werde ich das nicht so schnell, erst recht nicht die besagten 1,5 Sekunden.
Ach ja...ich war nicht mit der Rocket unterwegs, sondern mit der etwas agileren, aber nicht so gut bremsenden T120.
Huch, ich wollte jetzt keinen neuen Hinterrad-Bremsthread, nur in einem anderen Gewand, aufmachen
.
Tatsächlich hatte ich auch Gas rausgenommen, vielleicht auch ein wenig abgebremst, um mehr Kontrolle zu haben, das kann ich aber nicht beschwören. Denn wie gesagt, das Ganze hat ja nur wenige Sekunden gedauert. Dennoch: was einem in 1,5 oder 2 Sekunden alles durch den Kopf schießt....hui!
Aber nochmal: Ich will mich mit diesem Geschreibsel nicht erhöhen. Jeder hat ja schon seine Erfahrungen gemacht, manche leider auch deutlich Schlimmere. Es hat mich eben sehr beschäftigt, garantiert bringt es mich nicht vom Motorradfahren ab, auch meine Fahrweise ändert sich nicht, nur kommt jetzt eine ordentliche Portion Demut dazu. Zumindest an den Folgetagen war schon einiges anders: Das Bier hat besser geschmeckt, der Fußballniederlage im Spiel meines Sohnes am gleichen Tag konnte ich entgegen meiner sonst üblichen Granteleien etwas Positives abgewinnen und meine Frau habe ich zu ihrer Überraschung mehr als nur einmal in den Arm genommen.
Na ja, bevor ich Gefahr laufe, jetzt noch Erich Fromm zu zitieren, mache ich lieber mal Schluss.
Rainer
Hallo Leute,
ich muss das einfach mal runterschreiben, weil es mich im Nachhinein noch ein wenig beschäftigt.
Letzten Sonntag war ich zwischen Much und Neunkirchen-Seelscheid auf der L189 (Kreuzkapelle) in Richtung Much unterwegs. Der größte Teil der Strecke ist Tempo 70 und mit ca. 85 kmH bin ich da gut aufgehoben, wie ich meine. Am Herrenteich (kleiner See mit Fischfang und angeschlossener Gastronomie, sehr zu empfehlen!) mündet die L224 als T-Kreuzung mit Soppschild in die L189 (Kreuzkapelle). Meine Fahrtrichtung, also die L189 (Kreuzkapelle) ist als Vorfahrtstraße die Hauptrichtung. Die Situation ist dort übersichtlich.
Ich fahre also auf diese Einmündung zu, zügig, aber nicht übertrieben schnell. Hinter mir 3 mir unbekannte Moppedfahrer. 150 Meter vor der Einmündung sehe ich, dass am Stoppschild ein PKW anhält. Dann aber langsam (gaaaaanz langsam!) in die Kreuzung einfährt. Ich denke, "Scheiße, der muss (!!!!) mich gesehen haben". Ich Lichthupe und Hupe und (noch 50 Meter!!!!!) die Gewissheit, dass es eine Vollbremsung nicht mehr bringt. Der PKW schleicht weiter auf meine Straße. Ich denke noch, wenn er jetzt doch stehen bleibt (ich hab ja dauergehupt) komme ich an dem PKW, der jetzt fast schon mitten auf der Straße ist, nicht mehr rechts (!) vorbei. Vollbremsung iss ja nich, also scharf nach links auf die Gegenfahrbahn als einzige Möglichkeit. Der Spacko in dem PKW allerdings fährt jetzt etwas zügiger an und biegt nach links (nach links!!!!!) ab, also exakt auf die Spur, auf die ich gerade ausgewichen bin und kommt mir frontal entgegen. ZU allem Überfluss bemerke ich mit irgendeinem Nebenblick, dass mir eben auf dieser Fahrbahn in etwa 300 Metern Abstand ein weiteres Fahrzeug nähert.
Letzte Chance: Noch weiter nach links auf den Bordstein zu, um mich zwischen diesem Sch...PKW und dem Bordstein durchzuschlänglen. Und....es hat geklappt....ich kam noch durch um dann aber ganz schnell wieder nach rechts einzuschwenken auf die Fahrbahn, auf die ich eigentlich gehöre, um den vorhin noch 300 Meter entfernten Fahrzeug auszuweichen.
Konntet Ihr mir eigentlich folgen???
Also...es hat irgendwie alles geklappt. Aber 1,5 Sekunden (als der Typ frontal auf mich zukam) habe ich wirklich gedacht, "scheiße das war´s, alles vorbei". Die ganze Choose hat auch vielleicht maximal nur Sekunden gedauert, Ihr kennt das. Aber man funktioniert nur noch aus Reflexen, Intuition und was weiß ich noch.
Ich bin zwar ohnehin eher defensiv unterwegs, aber Ihr könnt mir glauben, dieses Erlebnis hat mich ordentlich Demut gelehrt. Es war noch nie, noch nie so knapp und ich musste 5 Sekunden lang alles aufbringen, was ich hatte, was mir zwar gezeigt hatte, dass ich fahrtechnisch noch funktioniere, aber es hat mir auch gezeigt, dass Demut beim Motorradfahren eine verdammt wichtige Eigenschaft ist, wobei ich Demut mit Respekt gleichsetze und nicht mit Ängstlichkeit.
Ich habe nach 500 Metern angehalten, um meiner schlotternden Knie Herr zu werden. Kurzzeitig dachte ich auch daran, zu drehen, dem Typen hinterherzufahren, um diesem Hirni eines aufs Haupt zu geben. aber das war mir doch nicht mehr so wichtig. Die drei mir unbekannten Moppedfahrer, die ja alles nur brav haben beobachten können, hielten auch an, um mir das übliche zu spenden, eine Mischung aus Zuspruch, REspekt usw.
Ich will mich mit dieser Schilderung nicht erhöhen, sondern einfach nur darstellen, wie schnell es gehen kann ("Ahn ner Leitplank" BAP). Alles richtig gemacht, aber trotzdem auf die Hörner genommen.
Meine Güte, hat mir das Bier abends geschmeckt!
VG, british
british Rainer, war hier der heissgeliebte Primitivo dein Input Geber? Jedenfalls eine geniale Antwort auf den „Sigi-Müll“, bin gespannt ob er die traute hat sich daran abzuarbeiten.
ok, ich gebe es zu: Zwönitzer India Pale Ale, der Primitivo allerdings war also diesmal nicht schuld, er hätte es aber sein können. Aber auch eine Prise hiervon:
Angel City - Marseilles - YouTube
The Casanovas - California - YouTube
Alles anzeigenHi Robert,
wie du bei dem Thema "Trittbretter" gemerkt hast, ist das hier kein lässiges Bikerforum. Es ist ein Triumph Rocket 3 /III org Forum. Den Unterschied musste ich auch erst lernen.
Eben "very British" Wer da mit dem Triumph-Aluhut auf dem stäksten serienmäßen Motor sitzt kann da schon mal die Nase oben haben. Und hier sind viele davon.
Aber es gibt hier auch viele gute Leute, die ihre Meinung nicht offen schreiben, wie ich aus PN´s und persönlichen Gesprächen weis. Die Angst vor Löschung/Speerung hängt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen.
Zum Thema Geschmack. Man kann über Geschmack streiten, richtig, aber dazu müsste man erst mal einen haben. Wenn mit mir eine Omentum mit Baumarktscheibe über Geschmack diskutieren will, finde ich das schon schizophren.
Ich hoffe du hast jetzt deine Lektion gelernt.
Pass auch auf wenn du interressante Bilder von deinen Ausfahrten hochlädst, (also keine Bilder mit HD-Fahrern oder Bilder mit deiner Frau, ausser sie ist häßlich) da kommt schon mal der Vorwurf der Selbstdarstellung auf. Eher langweilige Bilder von Landschaftsaufnahmen kommen da besser an.
Ich wette, der Beitrag wird gelöscht.
Hey, Sigi, toller Beitrag. Soviel Frohsinn hätte ich Dir nicht zugetraut. Und das fast pünktlich zum Beginn der Karnevalssession. Wären wir eine Karnevalstruppe, wärst Du als Büttenredner DER Einpeitscher für eine lustige Karnevalsparty.
Alleine schon, wie Du auf äußerst ironische Art und Weise herausgearbeitet hast, wie sehr die "Ehrlichen" in diesem Forum "Angst" vor der Zensur haben...Wahnsinn. Du hast es beinahe geschafft, dieses Forum mit staatlicher Zensur in totalitär geführten Ländern gleichzusetzen und dass ohne dass Du Dich einem Vorwurf aussetzen musst, fast jedenfalls. Diese Deine verballhornende Einschätzung haben sich die Führenden unseres Forums redlich verdient.
Sehr spitzfindig ist im Übrigen auch Deine Einschätzung zur Bedeutung von "Landschaftsaufnahmen". Hoffentlich hat unser Mod.team Deinen unterschwelligen Hinweis auf das Erfordernis einer neuen Rubrik auch verstanden (wahrscheinlich aber nicht!): Nämlich die Schaffung eines Menüpunktes "Tolle Landschaftsbilder" oder so ähnlich. Danke dafür.
Apropos unterschwellig: Dass wir kein "lässiges Bikerforum" sind, hast Du klasse herausgearbeitet, indem Du mit der blassen Andeutung arbeitest, wie wären eben etwas anderes, ohne dass Dir jemand unterstellen kann, Du würdest hier etwa mit Beleidigungen um sich werfen. Wahnsinn eigentlich, denn damit trittst Du den Beweis an, dass hier tatsächlich niemand seine Meinung sagen darf. Gleichzeitig schützt Du Dich vor etwaigen Anfeindungen, indem Du (wegen der Zensur natürlich) einfach nicht sagst, was Du denkst, also was wir wirklich sind. Der aufmerksame Leser, oder der, der schon 2 Gläser Wein intus hat, mag hier vielleicht einen Systemfehler erkennen. Trotzdem: Tolle (!) Dialektik, Respekt, Sigi.
Hm, andererseits...wenn wir kein "lässiges Bikerforum" sind, drängt sich die Frage auf, "was sind wir denn" eigentlich? Du hattest vermutlich Hamlet im Kopf (auch dafür großen Respekt!), aber auch der hilft bei dieser Frage nicht weiter. Hm, verbiestertes Bikerforum vielleicht? Oder verklemmtes serienmäßig hubraumstärkstes Forum? oder unlässige möchtegernmotorraffahrende Selbsthilfegruppe? Schade, dass Du da nicht konkreter wirst...aber ......ach ja...die Zensur, die Zensur.
Geradezu als Kompliment habe ich empfunden, dass Du ganz geschickt meinen Nickname in deine kleine Rede eingearbeitet hast. "Very british" !!! Doch treibt mich die Befürchtung um, dass Du dabei gar nicht an mich gedacht hast. Dass du ihn (also meinen Nicknamen) aber erwähnt hast, und die Frage, ob und wen Du damit gemeint hast, im Raume schwebt, wie...na ja, wie Trittbretter in der endlosen Schwerelosigkeit des Weltraums, ist Ausdruck Deines genialen Posts.
An das Mod.Team: Vieleicht könnt Ihr ja die Verleihung des goldenen Trittbretts einführen....sozusagen als Prämierung des besten monatlichen Beitrages in diesem Forum. Wenn Ihr sowieso alles zensiert...könnt Ihr ja auch manipulativ ein bisschen mitmischen.
VG, british
PS: Eines hat durch die Gehirnwäsche und Zensur weich gewordene Birne nicht verstanden, ich zitiere: "Wenn mit mir eine Omentum mit Baumarktscheibe über Geschmack diskutieren will, finde ich das schon schizophren". Bestimmt gibt es eine Erklärung dafür, was das Omentum, dass nach Wikipedia einen Abschnitt des Bauchfells darstellt und damit Teil jener zweischichtigen Haut ist, die den Bauchraum auskleidet und dadurch Organe schützt und miteinander verbindet, mit Baumarktscheibe, Geschmack und Schizophrenität zu tun hat.
Hallo Leute...man gewöhnt sich ja an vieles. Als Motorradfahrer sowieso, auch daran, dass wir heute nicht mehr Motorradfahrer genannt werden, sondern "Biker". Mittlerweile nennen wir uns ja selbst so und bekommen von Nichtbikern das entsprechende Etikett aufgedrückt: AhHa ein Biker, laut, subversiv usw. Ok, in den Staaten oder in GB werden auch Radfahrer Biker genannt, was von den hiesigen Fahrradverkäufern auch allmählich adaptiert wird. In der neuen StVO ist gar die Rede davon, dass der Abstand beim Überholen eines Fahrrades soundsoviel Meter betragen muss. Die motorisierten Bikes (Motorräder, Scooter u.a.) spielen da keine Rolle, bzw. werden nicht überhaupt nicht erwähnt. Aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Schön finde ich, dass wir uns an die mittlerweile zum Straßenbild, vor allem an Kneipen, Pensionen, Hotels, usw. gehörenden, freundlichen Hinweisschilder gewöhnen durften, auf denen darauf hingewiesen wird, dass unsereins ganz besonders und mutmaßlich zu allererst, also vor anderen willkommen geheißen wird. Dem Erfinder des Schriftzuges "Bikers welcome" gehört irgendein Nobelpreis verliehen, welcher weiß ich allerdings nicht. Physik? Medizin? Egal! Er hätte sich das patentieren lassen sollen.
Keine Sorge, ich komme jetzt selber nicht mehr mit. Schuld ist der Primitovo, den ich gerade genießen darf.
Also, um zum Punkt zu kommen: Windeck!!! Windeck zeichnet sich aus durch eine Reihe von Schildern, was rede ich, Plakatwänden (!) mit folgenden Schriftzügen.
1. "Ich bin ein leiser Biker". Abgebildet ist irgendein hübsches Model im Stile von Heidi Klumm mit 22 auf einem blank gewienerten Motorrad sitzend und in die Kamera lächelnd. Im Hintergrund eine grüne, grüne Landschaft, makellos, wie es sie eigentlich nicht mehr gibt. Das Bild hat was, aber der Schriftzug....Ok, man gewöhnt sich dran
2, "Windeck genießen - ohne Vollgas". Ok, da ist was dran, denn seit kurzem ist es auf keinem (!) Streckenabschnitt in Windeck, weder L noch B, erlaubt, schneller als Tempo 70 zu fahren. Überdies sind einige Strecken am Wochenende gesperrt.ääh, aber nur für Biker....äääh, Motorradfahrer
3. "Biker unerwünscht". Wegen dieses Schildes mache ich diesen Thread auf. Man hat in diesem Ort an der oberen Sieg nur selten das Gefühl, dass das Recht, die Straße benutzen zu dürfen, auch für uns zählt. Geschweige denn herzlich aufgenommen zu werden. Da quält man sich dort im dritten Gang von Schild zu Schild, vorbei an einer Gaststätte, an der ein verwittertes Schild "Biker welcome" im Winde hin und her ächzt und dann in irgendeinem Garten ein Riesentransparent mit der Aufschrift "BIKER UNERWÜNSCHT". Ich habe vergessen, es zu fotografieren, aber egal, vielleicht genießt dieses Transparent des deutschen Michel ja sogar Urheberschutz, womit ich wieder fast am Anfang dieses Threads bin.
Bitte, ich wollte jetzt keine Reaktionen provozieren a la "wir sind es ja selber schuld" oder so, weil manche....Ich wollte nur meiner Entrüstung ob dieses Tabubruchs zum Ausdruck bringen. Demnächst werde ich in diesem motorradfahrerunfreundlichen Nest mit Eiern, einem der wichtigsten Produkte der einheimischen Erzeuger, beworfen.
Ich bin entsetzt!!!
...oder kleinere Schuhe kaufen...Größe 46 ist schon sehr groß! Oder wie VOMANA schreibt, Flex ansetzen, nur eben nicht am Mopped, sondern an den Schuhsohlen.
Spaß beiseite (wer den Schaden hat...), jedes Mopped hat halt seine ergonomischen Eigenschaften. Als ich damals nach meiner T100 AC eine T120 LC hatte, dachte ich zunächst, "Boah, setzt die früh auf", war aber mitnichten so, die T120 konnte ich einfach besser durch die Kurven treiben. Seither wird das Füßlein bei engen Kehren ein wenig gelupft, alles eine Frage der Gewöhnung.
So, jetzt widme ich mich nach hartem Arbeitstag endlich meinem Bier und meiner neu erstandenen CD "Ritchie Blackmore´s rainbow."
hallo hier in die Runde ich muss meinen Senf auch mal dazu geben! wenn man das so liest frage ich mich wo ist denn die positive Energie die den rocketjanern zugesagt wird aufpassen sonst entwickelt sich das ganze Thema noch zu Hysterie und ihr fahrt mit eurem Moped nirgendwo mehr hin kettet sie irgendwo im Keller an dass nur keiner dran kommt es ist zwar scheiße wenn ein Moped geklaut wird aber verhindern kann man es nicht wer das Ding haben will holt es sich egal wie also macht euch nicht verrückt denkt immer positiv unter dem Motto meine klaut keiner habe bisher immer Glück gehabt und schon macht das Fahren wieder Spaß in diesem Sinne Leute Kopf hoch genießt das Fahren und redet euch nicht in einen Wahn wie sagt der Kölner es ist immer jodijange also Jungs und Mädels bitte nicht in Den Wahnsinn verfallen genießt lieber das Fahren mit dem Moped in diesem Sinne wünsche ich euch noch eine angenehme Woche und freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit allen Mopeds
Hm, ich werde mich jetzt letztmalig zu diesem Thema äußern:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine letzten beiden Beiträge zum Thread "Bitte Augen aufhalten" als Aufruf zur Hysterie verstanden werden können. Lediglich habe ich zu einem Ereignis, welches mich umtreibt, etwas berichtet. Ich war auch der Meinung, dass Derartiges von allgemeinem Interesse wären. Dazu dient ja auch ein Forum, erst Recht die Rubrik "Allgemeines". Auch habe ich mit den Formulierungen, die ich gewählt habe, deutlich zu erkennen gegeben, dass es mir nicht darum geht, etwa irgendeine Form von Paranoia auszuleben, den "Gehetzten" zu spielen, oder gar zu verkünden, dass mir jetzt der Spaß am Motorradfahren abhanden gekommen wäre. Ich habe deutlich zu erkennen gegeben, dass das Gegenteil der Fall ist. Lediglich habe ich mit meinem eigenen Erfahrungsschatz ein Thema bereichern wollen, das ganz offensichtlich den einen oder anderen umtreibt - sonst hätte dieser Thread wohl auch nicht die Seitenzahl von 4 erreicht.
In dem Sinne halte ich es mit dem rheinischen Beitrag von Jogi, der es mit "wat willste denn mache", auf den Punkt bringt. Ganz genau: Weitermachen, aber im Sinne dieses Threads gerne auch die Augen aufhalten. Irgendwie hatte ich die zarte Hoffnung, dass das auch in meinen Ursprungsbeiträgen zum Ausdruck gekommen wäre.
Nun, es darf dennoch gestattet sein, sich über Themen, welche unserereins umtreibt, auch austauschen zu dürfen, ohne gleich in die Schublade "Hysterie" gesteckt zu werden. Das Thema "Aufmerksamkeit unseren Maschinen gegenüber" spielt ja in unseren Beiträgen oft genug eine Rolle....und nun, es gibt eben auch eine andere Seite dieser Medaille und nur wenig anderes haben die Beiträge zu diesem Thread zum Inhalt. Die Beachtung dessen sollte bitte nicht verwechselt werden mit dem Verlust unserer Libido, der Lust am Motorradfahren. Schade, dass diese Diskussion einen leichten Drall in diese Richtung bekommt. Ok, so ist das nun mal bei solchen Diskussionen.
Ich selber bin Kölner genug, um mich mit den 10 rheinischen Geboten selbst zu feiern. Ich verschwinde auch nicht im Keller, wenn der Inzidenzwert wieder mal über 500 liegt (die Bonner Bierbörse lässt grüßen), aber eine Spur Realitätssinn ist mir schon gegeben und dieser sagt mir, dass ein wenig mehr Umsicht und mitunter auch ein wenig mehr Vorsicht, oder um beim Titel dieses Threads zu bleiben "die Augen aufzuhalten" (mit entsprechender Bodenhaftung), gut wäre.
VG, Rainer
PS: Das letzte Mal, dass mir ein Motorrad gestohlen wurde, war mitten in Köln entlang einer Hauptverkehrsstraße
Interessant, auf was für Anzeigen man so stößt, wenn man mal das Netz durchstöbert....
So, nach einem Telefonat mit unserer Polizeidienststelle kurz zur Info...weil es möglicherweise auch von allgemeinen Interesse ist:
Das Fotografieren eines Fahrzeuges - ob mit Kennzeichen oder ohne - stellt keinen Straftatbestand dar...die Verbreitung dieser Fotos auf sozialen Netzwerken oder sonstwo in der Öffentlichkeit unter Umständen (!) aber schon. Auch wenn es für die Polizei Indizien gäbe, hier eine Straftat vorzubereiten, bspw. weil der Halter dieses Fahrzeuges in AK bekannt wäre, oder so, würde schon ausreichen, hier aktiv zu werden. Jedenfalls: Über die Angabe des Kennzeichens bei der Zulassungsstelle an meine personenbezogenen Daten zu kommen - also Halterabfrage - ist nur (!) den Ordnungsbehörden und der Polizei möglich und nicht irgendwelchen Privatpersonen. Auch mein Händler ist da äußerst zurückhaltend, bzw. gibt da überhaupt nichts preis, wenn ihm z.B. die Frage gestellt würde, wem denn diese hübsche TFC gehört, o.ä. Diese Sorge konnte mir also genommen werden. Gleichwohl mag es dem findigen Internetuser gelingen, über die sozialen Netzwerke den Namen des Eigentümers einer Maschine zu erfahren. Das ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, hängt aber auch damit zusammen, wie offenherzig der Besitzer eines Fahrzeuges mit der Veröffentlichung seiner personenbezogenen Daten im Netz umgeht. Ich bin da ohnehin eher zurückhaltend und mache mir da keine Sorgen, aber die Erfahrung sagt mir, dass kriminelle Energie sich Mittel und Wege sucht und diese auch findet, um sich zu bereichern.
Auch das soll nicht paranoid klingen, aber dieses ständige fotografiert zu werden (z.T. ohne es zu wissen) und angesprochen zu werden, ganz, ganz überwiegend in positiver Absicht, sehe ich jetzt in einem etwas (!) anderen Licht. Ich bin aber immer noch weit davon entfernt, meine Gutgläubigkeit durch Bösgläubigkeit zu ersetzen, werde mich aber jetzt definitiv etwas reservierter verhalten, ohne aber meine Unbeschwertheit beim Moppedfahren einzubüßen.
Auch werde ich - auch im Sinne des Ursprungsbeitrages von Shrike - weiterhin die Augen offen halten, jetzt aber mit einer deutlich größeren Portion an Sensibilität.
VG, Rainer
Danke für die Frage, Jochen....
Der Sitz ist NICHT der Original-Sitz (der originalsitz ist aus Echtleder mit einem klitzekleinen Brötchen), sondern der von der GT, also Fahrersitz plus Sozius. Am hinteren Ende des Soziussitzes prangt groß TRIUMPH, was im Originalsitz nicht so ist. Ansonsten...fällt mir ad hoc nichts ein....
VG, Rainer